Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)

Stellungnahme der SIGA/FSIA zur Volksinitiative für eine starke Pflege

Wir sind der Meinung, dass das Initiativkomitee an der Volksinitiative für eine starke Pflege festhalten soll.

Der Gegenvorschlag beinhaltet zwar eine interessante Ausbildungsoffensive, dank der die Zahl der Abschlüsse zur diplomierten Pflegefachperson erhöht werden soll und ermöglicht zum ersten Mal die Verankerung des eigenverantwortlichen Bereiches der Pflegefachpersonen im Krankenversicherungsgesetz. Leider wird mit diesem Gegenvorschlag jedoch nur ein Teil unserer Forderungen berücksichtigt. Das Problem der vielen Berufsaussteigerinnen wird mit dem vorliegenden Gegenvorschlag nicht gelöst.

Wir dürfen nicht vergessen, dass allein in der Schweiz pro Jahr etwa 2'400 Pflegefachpersonen aus dem Beruf aussteigen, um sich neu zu orientieren. Diese Zahl wird gemäss dem „International Council of Nurses“ (ICN) aufgrund der Pandemie noch ansteigen. Zudem wird der Bedarf an Pflegefachpersonen aufgrund von demographischen Veränderungen in den nächsten Jahren weiter anwachsen.

Die beschlossenen Investitionen der Ausbildungsoffensive sind nur nachhaltig, wenn die ausgebildeten Pflegefachpersonen auch im Beruf bleiben. Von daher sind Massnahmen wie beispielsweise genügend diplomierte Pflegefachpersonen auf den Schichten, ein attraktives Gehalt und eine bessere Vereinbarkeit des Berufes mit der Familie, einer aktiven Förderung von Mitarbeitenden und von kontinuierlichen Fortbildungen unbedingt notwendig, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Pflegefachpersonen länger im Beruf zu halten.

Wir müssen für alle Forderungen, die in der Pflegeinitiative formuliert sind, einstehen und für die Verankerung des Initiativtextes in der Bundesverfassung weiterkämpfen, ansonst wird sich die Situation in der Pflege weiter verschlechtern.

Lesen Sie hier die gesamte Stellungnahme der SIGA/FSIA.