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Ein JA zur Pflegeinitiative sichert die Pflegequalität

Derzeit sind 11'700 Pflegestellen unbesetzt und es werden viel zu wenige Pflegende ausgebildet. Weil Pflegende auf den Schichten fehlen, müssen diese immer mehr Patientinnen und Patienten gleichzeitig betreuen. Dies hat zur Folge, dass die Pflegequalität gefährdet ist und viele Pflegende den Beruf erschöpft und unzufrieden verlassen. Abhilfe schafft die Pflegeinitiative, über die am 28. November 2021 abgestimmt wird.

Der Pflegenotstand ist längst Realität: 11'700 Pflegestellen sind unbesetzt. Noch werden die vielen Personalengpässe durch unzählige Überstunden zumindest teilweise kompensiert. Doch die Pflegenden arbeiten stetig am Limit, seit Covid hat die Belastung weiter zugenommen.

Es braucht mehr Pflegende, weil offene Stellen nicht besetzt werden können, weil die Bevölkerung wächst und weil die Zahl der kranken Menschen zunimmt. Gemäss offiziellen Zahlen werden innert zehn Jahren 70'500 zusätzliche Pflegende benötigt. Die Schweiz bildet jedoch kaum die Hälfte des erforderlichen Pflegefachpersonals aus.

Der indirekte Gegenvorschlag ist ungenügend und die Umsetzung dauert lange

Der vom Parlament erarbeitete indirekte Gegenvorschlag konzentriert sich auf Investitionen in die Ausbildung neuer Pflegefachpersonen. Dieser verpflichtet den Bund und Kantone, je CHF 469 Mio. in die Ausbildung neuer Pflegenden zu investieren. Das ist gut und wichtig. Doch über 40 Prozent der Pflegenden verlassen ihren Beruf nach wenigen Jahren erschöpft und frustriert. Es braucht weitere Massnahmen, um die Pflegeversorgung und die Pflegequalität sichern zu können.

Problematisch ist auch: Bevor die Pflegeoffensive starten kann, müssen alle 26 Kantone Rechtsgrundlagen erlassen und acht Jahre lang Budgets sprechen, damit auch die Bundesgelder fliessen. Es dauert Jahre, bis die Gesetzesgrundlagen in Kraft sind. Schneller geht es bei der Annahme der Pflegeinitiative. Diese verpflichtet den Bund in den Übergangsbestimmungen, innert 18 Monaten Massnahmen für eine Ausbildungsoffensive zu ergreifen.

Die Pflegeinitiative löst den Pflegenotstand

Damit Pflegefachpersonen lange im Beruf bleiben braucht es bessere Arbeitsbedingungen. Die wichtigste Massnahme ist die Sicherstellung von genügend Pflegefachpersonen auf allen Schichten. Damit kann die Arbeitslast auf mehr Pflegende verteilt werden. Die Investitionen in die Pflege lohnen sich, weil sie direkt mit Einsparungen verbunden sind. So gibt es beispielsweise weniger Komplikationen, weniger Spitaleinweisungen und eine geringere Aufenthaltsdauer im Spital.

Nötig sind auch Konkretisierungen im Obligationenrecht und im Arbeitsgesetz, z.B. für eine verlässliche Zeit- und Dienstplanung, familienfreundliche Strukturen und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Die Lohnhöhe ist weiterhin von den Sozialpartnern auszuhandeln.

Eine angemessene Entschädigung der Pflegeleistungen ist die Voraussetzung, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Die Pflegeinitiative ist ein Massnahmenpaket

Die Pflegeinitiative ist ein Paket an Massnahmen, die aufeinander abgestimmt sind. Die Pflegeinitiative sorgt für eine Ausbildungsoffensive, für bessere Arbeitsbedingungen, für genügend Pflegefachpersonen auf allen Schichten und für eine angemessene Entschädigung der Pflegeleistungen.

Nur bei Annahme der Pflegeinitiative ist es möglich, den Pflegenotstand zu beseitigen und die Pflegequalität zu sichern.

Medienmitteilung des Vereins «Ja zur Pflegeinitiative»