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Bundesrat lehnt die Pflegeinitiative ohne Gegenvorschlag ab

Der Bundesrat hat die Pflegeinitiative ohne Gegenvorschlag abgelehnt. Für die SIGA/FSIA und den SBK ist dieser Entscheid völlig unverständlich.

„Der Bundesrat verschliesst die Augen vor den Tatsachen. Schon jetzt ist der Fachkräftemangel in der Pflege massiv: 11‘000 Stellen im Pflegebereich sind aktuell nicht besetzt, davon über 6500 für diplomierte Pflegefachpersonen. Und die Situation wird sich mit den vom Bund angekündigten Massnahmen nicht verbessern lassen“, erklärt SBK-Geschäftsführerin Yvonne Ribi. „Für die Patienten – also uns alle – sind das sehr düstere Aussichten“.

Der Bundesrat begründet seine Ablehnung unter anderem mit Massnahmen, die bereits ergriffen worden seien, um dem Mangel an Fachpersonal im Pflegebereich zu begegnen. „Die bisherigen Massnahmen haben zu wenig gebracht: Im Bildungsbereich sind die Ausbildungszahlen der dringend benötigten diplomierten Pflegefachpersonen sogar rückläufig. Jede fünfte FaGe hat dem Gesundheitswesen nach fünf Jahren bereits den Rücken gekehrt. Eine Imagekampagne für die Langzeitpflege ist vor diesem Hintergrund reine Pflästerlipolitik“, ärgert sich Yvonne Ribi. „Um die Patientensicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten, braucht es mehr als halbherzige Lippenbekenntnisse. Es führt kein Weg an gesetzlichen Massnahmen vorbei. Nur damit kann man den Fachkräftemangel in der Pflege nachhaltig bekämpfen.“

Die Pflegeinitiative will eine gute Pflegequalität auch in Zukunft sicherstellen, denn nur so ist auch die Sicherheit der Patienten gewährleistet. Fehlt gut ausgebildetes Pflegefachpersonal, kommt es nachweislich häufiger zu Komplikationen wie Infektionen, Wundliegen oder Stürzen, und das Sterberisiko für die Patienten steigt. „Die Bevölkerung weiss das. Das ist mitunter ein Grund weshalb wir innerhalb von nur 8 Monaten die benötigten Unterschriften gesammelt haben", so Yvonne Ribi.

Der Vorstand der SIGA/FSIA zeigt sich enttäuscht über diesen Entscheid und unterstützt die Argumente des SBK.

Hier finden Sie die Begründung des Bundesrates.

Weitere Informationen auf www.pflegeinitiative.ch